Einen ganzen Schrank voller NIX ANZUZIEHEN
Szene vor so manchem Kleiderschrank:
Das spontane Date, die Einladung zum Vorstellungsgespräch des Traumjobs, Tante Hildes 80.Geburtstag oder einfach der morgendliche Blick in den Kleiderschrank… egal welcher Anlass – immer dieselbe Reaktion:
Ein Seufzer, manchmal ein Schrei durch die Wohnung „Ich hab nix anzuziehen!“
Dabei ist der Kleiderschrank übervoll. Wo liegt das Problem?
- Zuerst einmal am Zuviel des Guten. Schon Jahre nicht mehr aussortiert? All die „guten“ Teile behalten, die schon ewig nicht mehr getragen wurden? „Vielleicht kommen sie ja mal wieder in Mode oder ich nehme irgendwann die 5 kg wieder ab, damit sie mir wieder passen. Hat ja auch alles irgendwann mal Geld gekostet…“
- Dann: die Ordnung: T-Shirts, Pullis, Blusen… alles auf einem Stapel? Oder schon besser: T-Shirts, Pullis, Blusen usw. auf verschiedenen Stapeln, aber die Farben kunterbunt durcheinander? Sommer- und Winterklamotten das ganze Jahr über gemixt im selben Schrank aufbewahrt?
- Farbtechnisch alle möglichen Farben, die sich allerdings gar nicht miteinander kombinieren lassen?
Es gibt viele Gründe, weshalb sich in einem vollen Kleiderschrank nichts Passendes zum Anziehen findet oder wir immer zu denselben 20 Prozent unserer Garderobe greifen.
Ich möchte Ihnen heute einige Tipps geben, wie Sie dieses Problem in den Griff bekommen können:
- Räumen Sie zunächst Ihren ganzen Kleiderschrank aus.
- Sehen Sie sich dabei jedes Teil an und stellen sich dabei folgende Fragen:
- Passt es mir noch bzw. besteht die realistische Aussicht, dass es mir spätestens in einem Monat wieder passt?
- Habe ich es in der vergangenen Saison mindestens dreimal getragen (Ausnahme nur bei Eventgarderobe)?
- Ist das Teil noch zeitgemäß und in einem guten Zustand?
- Alle Teile, bei denen Sie hier mit JA antworten konnten, ordnen Sie nun nach Farben.
- Danach sortieren Sie alle Oberteile, Tücher etc., die zu Ihren Idealfarben gehören, farblich geordnet zurück in den Kleiderschrank. Sollten Sie sich unsicher sein, welches Ihre Idealfarben sind: leisten Sie sich eine professionelle Farbtypberatung.
- Danach ordnen Sie alle Unterteile, Schuhe, Gürtel etc., die sich mit Ihren Oberteilen kombinieren lassen, ebenso in den Schrank.
- Von allen anderen Teilen trennen Sie sich großzügig. Verschenken Sie, spenden Sie oder bringen Sie die noch gut erhaltenen Teile in den Second Hand Shop.
Viel Freude beim Aussortieren, getreu dem Motto: Weniger ist mehr!
Perfekt im Dress
Die neuen Erkenntnisse von der Stilberatung hat meine Kundin mit dem Neukauf eines Etuikleides perfekt umgesetzt: Schmal geschnitten, um ihre Figur weiblich zu betonen, aber nicht zu eng und abzeichnend. Mit vorteilhaften Raffungen in einer ihrer Idealfarben – in diesem Fall ein helles altrose. Ein erstes großes Kompliment hat sie wahrlich verdient, sie hat mir ihre neueste Errungenschaft auch ganz freudig präsentiert.
Der letzte Schliff hat allerdings noch gefehlt. Die kleinen Hüftpölsterchen sind bei dem perfekten Schnitt gar nicht aufgefallen, allerdings ließ sich der Bauch nicht so recht kaschieren. So habe ich ihr noch einen Shapeware-Body empfohlen, um bis ins Detail perfekt zu punkten. Wir haben uns für einen OnCore Bodysuit von Spanx entschieden und diesen beim Startup-online-Marktplatz https://shapeme.com/ bestellt. Service, Abwicklung, Versand – alles hat toll geklappt und dann wurde nochmals anprobiert. Sehen Sie hier den feinen Unterschied:
Vorher: Nachher:


Es sieht einfach besser aus Passform super, bequemer Tragekomfort: tolles Ergebnis! Einzig der Schlitz im Schritt für den Toilettengang ist gewöhnungsbedürftig.
Aber es geht ja vielleicht auch ohne Bein, dann ist auch dieser Part easy zu bewältigen.
Herbst bedeutet nicht gleich Herbsttyp
Nach einem wunderschönen Sommer und einem traumhaften goldenen Herbst fallen mittlerweile die letzten bunten Herbstblätter von den Bäumen und der Winter kündigt sich mit frostigen Temperaturen an. Wie schön es ist, in einem Land mit immer wiederkehrenden Jahreszeiten leben zu dürfen. Der sich wiederholende Wechsel macht jede Jahreszeit immer wieder neu zu etwas, auf das man sich freuen kann.
Wiederkehrend sind alljährlich im Herbst auch die Farben, die das Bild in unseren Bekleidungsgeschäften, Modekatalogen und Magazinen dominieren:
Herbstlich weinrot, flaschengrün, olivgrün, senfgelb, ocker, dunkles orange, braun, rostrot, beige usw.
Wer`s mutiger mag und sich zum eher tristen Herbstwetter etwas bunter kleiden möchte findet auch eine ganze Reihe klassischer Winterfarben, wie z.B. royalblau, pink, knallrot, smaragd und natürlich jede Menge schwarz.
Diese Tatsache hat zur Folge, dass sich auch unsere Straßen plötzlich mit jeder Menge Herbst- und Wintertypen füllen! Fakt ist allerdings, dass die Farbtypberatung zeigt, dass Herbst und Wintertypen in unseren Breiten eher seltener vorkommen. Viel, viel häufiger sind unter uns Deutschen die Sommertypen oder ähnlich helle Mischtypen zu finden.
Lassen Sie sich also in der kalten Jahreszeit nicht von dem großen Modeangebot in Herbst- und Winterfarben zu unpassenden Fehlkäufen verleiten. Bleiben Sie Ihrem Farbtyp treu, damit Sie auch in der kalten Jahreszeit in Ihrer natürlichen Schönheit erstrahlen.
Falls Sie sich unsicher sind, welches Ihre optimalen Farben sind: Gönnen Sie sich doch eine Farbtypberatung und gewinnen Sie persönliche Sicherheit – egal zu welcher Jahreszeit!
Faszination Veränderung – mach was draus!
„Wahnsinn, das hätte ich ja nie gedacht“, „Ist ja irre“, „ Enorm, was das ausmacht“ – solche und ähnliche Kommentare höre ich in der Beratung ständig, wenn ich nach einer ausführlichen Farbberatung und einem typgerechten Makeup zum Abschluss nochmals eine Auswahl an passenden Tüchern umlege.
Es ist das Erleben und Sehen, was dieses Aha-Erlebnis zur Folge hat. Und es ist immer positiv, wenn vor dem Spiegel die Wirkung der zum Typ passenden Farben erkannt wird.
Aber wie ist es dann im Alltag, wenn es darum geht die Garderobe nach den erkannten Kriterien umzustellen? Kleben wir da nicht allzu oft doch wieder am Alten und Vertrauten. Macht sich nicht gerne wieder die Gewohnheit, vielleicht auch Bequemlichkeit breit, obwohl wir doch erst noch voll und ganz überzeugt waren, dass die eine oder andere Farbe uns wirklich nicht gut steht und ein wenig Makeup DEN Unterschied macht?
Es ist auch hier, wie in allen anderen Bereichen des Lebens: die beste Erkenntnis nützt erst etwas, wenn sie auch ins eigene Leben transportiert wird. In der Farbberatung sowie in der Stilberatung gebe ich viele Tipps, wie das gelingen kann. Als Hilfe fürs Kleiderschrankausmisten bekommt jede/r Kunde/in einen schriftlichen Leitfaden mit Tipps zur praktischen Vorgehensweise zur Hand. Ich möchte, dass Ihnen die Faszination der positiven Veränderung gelingt. Dafür gebe ich mein Bestes.
Veränderung ist möglich. Innere und äußere Veränderung. Dafür ist es nie zu spät!
Shapewear – die perfekte Blitzdiät
Wie schön, dass der Frühling langsam wieder an unsere Türen klopft und so manche eingeschlafenen Lebensgeister wieder zum Erwachen bringt.
Mit den steigenden Temperaturen werden auch die Kleidungstücke wieder luftiger und dünner und bei manch einem steigt der Frust, dass der Winter das ein oder andere Pfund auf den Hüften zurückgelassen hat.
Meine lieben Damen, bevor Sie jetzt (wieder) mit der nächsten Diät beginnen, permanent Kalorien zählen und sich Ihr Denken hauptsächlich mit dem gewünschten Verlust von Kilos beschäftigt, habe ich heute zwei gute Nachrichten für Sie:
1.
Allen, die nicht zu den tatsächlich übergewichtigen Menschen gehören, und nicht nur aus ästhetischen, sondern vor allem auch aus gesundheitlichen Gründen dringend abnehmen sollten, möchte ich heute zurufen:
Versöhnen Sie sich mit Ihrer Figur, so wie Sie heute eben ist! Sie können im fortgeschrittenen Alter, nach mehreren Schwangerschaften, geleisteten Stillzeiten, überwundenen Krankheiten, körperlicher Arbeit usw. nicht mehr so aussehen, wie als junges Mädchen. Selbst wenn sich Ihr BMI noch im Idealbereich befindet, wird Ihre Haut nicht mehr so elastisch und straff sein, wie einst. Und auch, wenn sich Ihre Kleidergröße nicht verändert hat, Ihre Figur hat es dennoch. Das ist normal und alles andere sind Ausnahmen. Und glauben Sie bitte auch nicht der Schönheitsindustrie, die mit Drinks, Cremen und Ampullen in erster Linie nur unser Geld haben möchte, anstatt uns zur versprochenen Jugendschönheit verhelfen zu können.
2.
Shapewear zaubert so manches Kilo weg!
Unterwäsche mit shaping-Effekt ist geradezu ein Muss für die perfekt gekleidete Frau, vor allem mit größerer Konfektionsgröße. Diese wunderbar straffende Unterwäsche hat heutzutage nichts mehr mit dem unbequemen Mieder unserer Mütter und Großmütter zu tun. Shapewear gibt es in allen möglichen Varianten, Formen und in den unterschiedlichsten Shapingstärken, je nach Wunsch, wie sehr und wo die straffende Wirkung ausfallen soll. Zusätzlich sind im BH-Bereich Minimizer für die große Brust und Maximizer für die kleine Brust erhältlich. Und bei alledem brauchen Sie auf den nötigen Schick bei dieser Funktionsunterwäsche nicht verzichten. Es gibt jede Menge Modelle in den unterschiedlichsten Farben zum Teil mit wunderschönen Spitzen. Am besten lassen Sie sich in einem Fachgeschäft beraten und erwerben Ihre ersten Teile nach Anprobe. Wenn Sie dann, mit weiteren angewandten Stilregeln passend zu Ihrer Figur, den Satz hören „Was, Du trägst Größe … hätte ich nie gedacht“ wissen Sie, dass Sie alles richtig gemacht haben.
Ich wünsche Ihnen von Herzen einen wunderschönen Frühling und ein Versöhnt sein mit Ihrer Figur!
Veränderung ohne zu verändern
„Mama, das geht doch gar nicht“ sagte meine Tochter heute Nachmittag, als ich ihr auf die Frage antwortete, wie mein neuer Blogartikel heißen soll.
Richtig – das geht nicht: Veränderung zu erleben ohne Schritte der Veränderung zu gehen. Ich sage bewusst „Schritte“ – dazu möchte ich Ihnen Mut machen:
Schritte zu gehen zur Veränderung hin, die Sie sich wünschen. Der Jahresanfang ist bekanntlich bei vielen Menschen der Zeitpunkt, an dem gute Vorsätze gefasst werden.
Vielleicht gehören Sie zu denen, die sich bereits in den ersten Tagen konkrete Dinge vorgenommen haben, welche Sie in diesem Jahr anpacken möchten. Im besten Fall haben Sie diese schriftlich notiert, sie messbar und realistisch festgelegt und sind bereits die ersten dafür notwendigen Schritte zur Umsetzung gegangen. Vielleicht gehören Sie allerdings auch zu den Menschen, die sich in einigen Lebensbereichen Veränderung wünschen, sich allerdings schwer tun mit der Umsetzung.
Ob es nun die Pfunde sind, die Sie schon lange los werden wollen, die Freundschaft, die Ihnen nicht gut tut, Ihre Arbeit, die Sie langweilt oder über die Maßen anstrengt, der Haushalt, der immer wieder neu im Chaos versinkt, der Kleiderschrank, der schon lange ausgemistet gehört, weil Sie kaum noch etwas finden, die Laufschuhe, die eigentlich nur im Regal stehen, die Rückenschmerzen, die immer noch nicht von alleine weg gegangen sind oder, oder, oder… Es ist völlig egal, in welchem Bereich Ihres Lebens Sie sich Veränderung wünschen: Veränderung werden Sie erst erleben, wenn Sie die dazu nötigen Schritte gehen. Und das muss nicht heißen, dass Sie das gleich alles sofort und auf einmal erreichen werden oder können.
Es geht darum, die ersten Schritte zu gehen. Sind Sie dabei ehrlich und realistisch und tricksen Sie sich selber aus:
Lassen Sie das mit der 10er-Karte im Fitnessstudio, buchen Sie gleich ein Monats Abo. Wenn Sie bezahlt haben, gehen Sie viel eher und öfter hin. Melden Sie sich bei der notwendigen Fortbildung zur beruflichen Veränderung sofort an, auch wenn sie erst im Frühjahr oder Sommer stattfindet, das bewahrt Sie, es sich evtl. doch noch mal anders zu überlegen. Buchen Sie den Kurs, den Ihnen Ihr Arzt empfohlen hat – gleich. Verabreden Sie sich zum Joggen, dann müssen Sie da sein. Besuchen Sie zum Abnehmen einen Ernährungskurs – gemeinsam und unter Anleitung lässt sich viel leichter ein Ziel erreichen. Suchen Sie sich in den Bereichen, in denen Sie selbst nur erschwert weiter kommen einen guten Berater und vereinbaren Sie einen Termin.
Es ist keine Schande, Hilfe in Anspruch zu nehmen! Alle erfolgreichen Menschen haben Trainer, Coaches, Berater, Seelsorger, Mentoren. Machen auch Sie davon Gebrauch. Ich wünsche Ihnen von Herzen den Mut für die ersten Schritte und ein, in jeder Hinsicht, erfolgreiches und gesegnetes neues Jahr!
Bitte nicht wie Donald Trump, meine Herren
Berechtigterweise man kann politisch gesehen gespaltener Meinung sein zum US-Präsidenten Donald Trump. Was mich als Stilberaterin, seit Erscheinen der ersten Wahlkampffotos darüber hinaus allerdings beschäftigt ist die Frage:
Warum hat ein so mächtiger und wohlhabender Mann so schlechte Stilberater?
Auf diese Fragen habe ich bisher noch keine Antwort gefunden. Fest steht auf jeden Fall, dass nicht nur der Sitz seiner Anzughosen und deren Beinlänge oft eher an ein ganz billiges, zu groß gekauftes Exemplar erinnern, sondern vor allem die Länge seiner Krawatten eine kleine Stilkatastrophe darstellt. Wenn Sie einmal bei Google Bilder den Suchbegriff „Trump Krawatte“ eintippen, werden Sie eine Menge, auch amüsante, Beweise dafür erhalten.
Da allerdings auch in deutschen Büros, Lokalitäten, Straßen und anderswo besonders in Punkto Krawattenlänge immer wieder Stilfehler gemacht werden, hier für alle Herren die korrekte Vorgehensweise:
- Die Krawatte endet immer im mittleren Hosenbundbereich, bzw. Mitte Gürtel.
- Sollte der Herr einen im Verhältnis längeren Oberkörper haben, endet die Krawatte im oberen Bereich des Gürtels (Beginn des Hosenbundes), um den Oberkörper optisch zu verkürzen.
- Ist der Oberkörper im Verhältnis eher kürzer, endet die Krawatte im unteren Gürtelbereich, um den Oberkörper optisch zu verlängern.
Da eine Krawatte immer ein Blickfang ist, ist neben der Farb- und Musterwahl, sowie dem exakt sitzenden Knoten, die richtige Länge unabdingbar.
Wenn Sie diese Tipps beherzigen, haben sie bereits den am meistverbreiteten Fehler beim Krawattentragen vermieden. Ich wünsche Ihnen allzeit einen brillanten Auftritt, meine Herren!
Sind Männer wirklich die einfacheren Menschen?
Der junge Mann hat mir ausführlich von seinem letzten Urlaub erzählt. Ob er sich mit seiner Freundin gut vertragen habe, während der ganzen Rundreise, möchte ich wissen. Ja ja, alles gut. Aber was ihn echt doch manchmal nervt, sei, dass Frauen oft so kompliziert sind.
Ich musste lachen. Als erstes dachte ich an meinen Mann, der vermutlich selbiges noch nach über 20 Ehejahren bestätigen würde. Als zweites musste ich an ein herrliches Stück meiner Lieblingskabarettistin Martina Schwarzmann denken. Das Stück heißt „Gschieß macha“ und ist wirklich köstlich. Wenn Sie das nicht kennen, sollten Sie es sich mal anhören und Sie werden garantiert Parallelen zum echten Leben entdecken – egal ob Sie nun eine Frau oder ein Mann sind.
Aber nun zurück zur Aussage meines jungen Gegenübers. Hat er recht? Der Umkehrschluss würde ja bedeuten, dass Männer die einfacheren Menschen sind. Stimmt das? – Ich glaube nicht.
Männer und Frauen sind unterschiedlich und gehen mit Dingen unterschiedlich um. Jedes Geschlecht hat Stärken und Schwächen. Wie auch jeder Mensch als Individuum. Wenn beide Seiten darin die Ergänzung erkennen und leben, haben zum Schluss alle gewonnen.
Im Umgang mit Menschen erlebe ich den Unterschied viel weniger geschlechterbezogen, als vielmehr persönlichkeitsbezogen.
Die unkomplizierten Menschen sind die, die mit sich selbst, dem Nächsten, der eigenen Vergangenheit und den momentanen Lebensumständen ausgesöhnt sind. Diese Menschen ruhen in sich selbst und sind, fast immer, unkompliziert. Sie lassen sich gerne etwas sagen, weil sie sich entwickeln wollen. Sie sehen konstruktive Kritik nie als Angriff, sondern als Chance. Deshalb kommen sie auch zur Beratung. Sie ruhen in sich selbst und es ist eine Freude mit ihnen zusammen zu sein. Und dabei ist es völlig gleichgültig ob sie nun Mann oder Frau sind.
In einem Punkt muss ich meinem jungen Herrn jedoch zustimmen: Der Mangel an einem gesunden Selbstwertgefühl ist tatsächlich öfter bei Frauen zu finden als bei Männern. So gesehen hat er also doch – leider – ein Stück recht.
Der richtige Zeitpunkt für den neuen Bikini
„ Wie blöd ist das eigentlich, dass man sich den neuen Bikini immer im Mai kauft, wenn die Haut noch völlig winterblass ist. Ne, ehrlich. Da gehst Du bleich, evtl. noch mit 2 Kilo Extra-Winterspeck in eine Umkleidekabine mit Neonlicht und was kommt dabei heraus? – Richtig: in jedem Bikini siehst du „naja“ aus und fühlst dich auch so. Birgit, eigentlich sollte man sich Bademode immer im September kaufen, wenn man noch so einen richtig schönen Sommerteint hat.“
So, meine Freundin heuer Anfang Mai, als wir bei unserer ersten gemeinsamen Frühlingsbergtour bei unserer Rast die warmen Sonnenstrahlen auf unsere blasse Haut scheinen ließen.
Und ich habe mir gedacht: Recht hat sie!
September ist der viel bessere Zeitpunkt, um sich eine neue Strandbekleidung zu kaufen. Gehen Sie mit Ihrer noch vorhandenen Sommerbräune und der noch anhaltenden Urlaubserholung zum Bademoden-shoppen und Sie werden bestimmt fündiger werden, als im nächsten Frühjahr. Außerdem haben Sie evtl. noch das Glück, im Schlussverkauf ein Schnäppchen zu ergattern.
Noch ein Styling Tipp zum Abschluss: Seien Sie dennoch vor dem Spiegel kritisch!
Wäre, anstatt einem neuen Bikini, ein toller Badeanzug mit Raffung, straffendem Innenfutter und BH-Körbchen oder ein Tankini, vielleicht die attraktivere Variante, um im nächsten Sommer mal wieder ein paar bewundernd Blicke, auch am Strand zu ernten?
Ich habe soeben, noch vom Urlaubsort per Internet – der Einzelhandel möge es mir verzeihen – eine Auswahl an Badeanzügen geordert und Zuhause in aller Ruhe einen wunderschönes neues Teil in einem kühlen Smaragdgrün erstanden. Ich freue mich schon auf den nächsten Sommer!
Der ewige Blick auf das Negative
Es fing schon im zarten Teeniealter an. Damals in der Umkleidekabine nach dem Sportunterricht. Meine Klassenkameradinnen trugen schon länger einen BH. Für meine „Hügelchen“ gab es nicht einmal ein XS-Sonderkörbchen. Ich war damals der Typ „vorne nichts – hinten nichts“. Und dann auch noch größer als alle anderen – auch größer als die meisten Jungs in meinem Alter!
Es hat ziemlich lange gedauert, bis ich erkannte, dass groß sein toll ist und gemeinhin für viele die Idealvorstellung von Körpergröße gilt. Alles, nahe der 1,80 m sei model-verdächtig, sagte man mir. Das war doch ein Trost. Aber schon lauerte das nächste Manko: meine Waden. Trotz der Länge keine Modelbeine! Die schauen nämlich auch im untrainierten Zustand ausgesprochen athletisch aus, aber damit konnte ich höchstens auf dem Radl oder bei einer Bergtour Komplimente ernten. Es hat tatsächlich viele Jahre gedauert bis ich mich mit diesem Teil meines Körpers ausgesöhnt hatte. Und dann kamen wieder neue und andere „Mankos“, die das Alter halt so mit sich bringt…
Neben mir steht ein 14-jähriges Mädchen. Auch groß – 1,76 m. Lange Beine – nein keine strammen Waden – Modelbeine! Der Rest: auch super. Aber, Sie werden es nicht glauben, was das dauernd wiederkehrende Jammerthema der letzten Wochen ist: die 3-4 Pickelchen auf der Stirn.
Er scheint angeboren zu sein: der negative Blick auf sich selbst. Dabei steht doch schon in der Schöpfungsgeschichte, als Gott den Menschen formte: „und siehe es war SEHR gut“.
Schauen Sie doch etwas liebevoller auf sich selbst. Stellen Sie sich dafür mal vor einen großen Spiegel und betrachten Sie sich von oben bis unten. Wo liegen Ihre Stärken? Was ist äußerlich gesehen Ihr Kapital? Heben Sie das hervor und schummeln Sie die wenigen anderen Stellen gekonnt mit ein paar Tricks in den Hintergrund.
Ich helfe Ihnen gerne dabei. Vor allem auch, damit Sie sich wieder mit einem gesunden, selbstverliebten Blick betrachten können und aufrecht durch unsere schöne Welt gehen können.